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Sucht und Trauma

Mit Kraft
und Stabilität
zurück ins
Leben.

Traumagruppe – Sicherheit finden

Die Lebensgeschichten suchtkranker Menschen sind häufig von traumatischen Erfahrungen geprägt, welche eine wesentliche Rolle bei der Aufrechterhaltung und/oder Entstehung der Suchtproblematik spielen.

Substanzmissbrauch wird oft als Selbstmedikation verstanden, um den überwältigenden seelischen Schmerz durch das Trauma ertragen zu können. Trauma bedeutet, dass jemand ein schwerwiegendes Lebensereignis wie körperlichen oder seelischen Missbrauch, einen schweren Unfall oder eine andere Katastrophe erlebt hat.

Diese Gruppe richtet sich nach der Arbeit von Najavits.

Das Ziel der Behandlung besteht darin, dass Patienten Sicherheit erlangen. Das schließt folgende Fähigkeiten ein:

  • Umgang mit Anzeichen des Traumas, wie z.B. dem aufkommenden Gefühl eines erneuten Durchlebens der traumatischen Situation, Alpträume und andere negative Gefühle
  • Ein Leben ohne Substanzkonsum
  • Befreiung aus häuslicher Gewalt oder Missbrauch
  • Selbstschädigende Handlungen zu verhindern (Schneiden, Suizidimpulse, ungeschützter Geschlechtsverkehr)
  • Verlässliche und unterstützende Personen zu finden
  • Gut Sorge für sich selbst zu tragen (z.B. regelmäßige ärztliche Untersuchungen und gesunde Ernährung)

Das bedeutet, dass Traumatisierungen nicht im Detail besprochen und durchgearbeitet werden. Die Folgen dieser Erfahrungen sollen besser verstanden werden und sichere Bewältigungsformen erlernt werden, die es ermöglichen, auf Substanzkonsum zu verzichten und Verhaltensweisen zu ändern, die die Unsicherheit verstärken.

Hierbei sollen die Suchtproblematik und die Traumafolgen behandelt werden sowie die Wechselwirkung zwischen beiden Bereichen, um so einen bestmöglichen Behandlungserfolg im Sinne der Herstellung von mehr innerer Sicherheit zu erzielen.